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Freitag, 13. August 2010

foto's Vietnam-Bangkok-London



link video: roadtrip Australia

the end... (de)

Tja, und nun folgt wirklich der allerletzte Update auf diesem Blog...
Wir sind nämlich wieder Zuhause!?

Seit unserem letzten Eintrag sind wir noch 2 Wochen durch Vietnam gezogen und nach einigen Tagen in Bangkok und London schliesslich in der Schweiz angekommen: Fertig lustig, aus die Maus also...

Wir dürfen auf ein ganz besonderes Jahr in unserem Leben zurückschauen in dem wir Dinge gesehen und gemacht haben, die für uns zuvor unvorstellbar waren. Wir haben dieses Jahr unendlich genossen und obwohl es natürlich manchmal auch Tiefpunkte gab - die interessanten, neuen, anregenden, extremen und lustigen Momente überherrschen diese aber bei weitem.
Nun zurück Zuhause, sind wir zwar um einiges ärmer, aber dennoch viel reicher geworden.

Da Bilder mehr sagen als Worte verweisen wir auf die letzte Photoschau... wer mehr Infos wünscht, soll sich doch direkt 'live' an uns wenden ;-)

Herzlichen Dank übrigens noch für die vielen Reaktionen. Sie kamen manchmal aus unerwarteten Ecken und es ist eine tolle Erfahrung um auf diese Weise mit euch Kontakt zu halten.
Nun freuen wir uns aber um alle wieder zu sehen, bis bald also!

Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Samstag, 17. Juli 2010

foto's Bangkok-PhnomPenh

angkor une fois! (de)

Sua s'dei!
Dies bedeuted 'hallo' in der Khmer Sprache. Dh. wir sind in Kambodscha!

Zuvor haben wir uns zwei Tage in Bangkok super amüsiert. Nach 5 Monaten Australien sorgte Thailand kurz für den Kulturschock, der das Reisen ja so spannend macht. In Bangkok öffnete sich uns wieder die Welt der Tuktuks, herrlichem Essen, ungekannte Luftfeuchtigkeit, Massagen, billige Kleider, Guest Houses, Ladyboys, Tempeln und den 'zieh-den-Touristen-das-Geld-aus-der-Tasche'-Tricks.

Nachdem wir dies alles auf uns haben einwirken lassen, waren wir bereit für unser folgendes Ziel: Hanoi. Unsere Visas waren allerdings noch nicht bereit... deshalb hiess es spontan umplanen: Wir gehen zuerst nach Kambodscha und erst danach nach Vietnam!

Via einem bizarren Grenzübergang (inkl. Korruption, Mafia und (versuchten) Tricksereien) und diversen Bussen, Tuktuk's und Taxi's kamen wir schliesslich im Norden von Kambodscha in Siem Reap an.

Angkor What?!?
Siem Reap ist bekannt für das nahe gelegene Angkor Wat. Dies ist ein ca. 1000 Jahr alter Tempelkomplex, mit unter anderem dem grössten religiösen Gebäude der Welt. Dieses hat man, um es nicht zu kompliziert zu machen, ebenfalls Angkor Wat genannt. Beim Entdecken dieser verwildeten Tempelanlagen fühlt man sich wie Indiana Jones (... oder wer Lara Craft vorzieht - 'Tomb Raider' wurde ebenfalls hier gedreht).

Kambodscha ist allerdings bei uns auch bekannt für seine jüngere Geschichte: Nicht lange her fand hier, unter dem Regime von Pol Pot, eine extrem heftige diktatorische Periode statt, in der knapp 4 Millionen Einwohner ihren Tod fanden. Man braucht nicht lange zu suchen, um Relikte dieser Zeit zu finden. Wir haben verschiedene Orte besucht, die daran erinnern. Man kann u.a. ein Foltergefängnis und Massengräber besuchen, wo immer noch menschliche Knochen und Kleider durch den Boden scheinen. Ausserdem haben wir mit Überlebenden aus dieser Periode gesprochen und dies hinterlässt Eindruck, tiefen Eindruck.

Eindrücklich ist auch, dass die Menschen in Kambodscha trotz ihrer schrecklichen Vergangenheit und der schwierigen aktuellen Situation (enorme Armut und Korruption) extrem freundlich sind!

Bada-bing Battam-bang
In der Umgebung von Battambang (4 Busstunden von Siem Reap entfernt) haben wir zwei Tage das 'Landleben' bestaunt. Wir besuchten diverse Tempel, Märkte und einige lokale 'Betriebe' (Ziegelsteinfabrik, Produktionsstätten für den typischen Snack 'sticky rice and beans' in Bambusröhren, für die in Kambodscha beliebte (stinckende) Fischpaste und für Reisblätter für Frühlingsrollen.
Höhepunkt war der Bambuszug, ein absoluter Klassiker: Dieser 'Zug' besteht aus einem einzelnen Wagen, welcher aus einem 3*3 Meter grossen Bambusgerüst gebaut ist. Dieses Gerüst wird auf zwei lose Eisenbahnachsen gesetzt, wo von eine Achse via einem Zahnriemen mit einem 6-PS Motor verbunden ist. Das ganze steht dann auf normalen Eisenbahnschienen und los geht's! Mit bis zu 15 Passagieren und ein paar Kilo Reis kommt der Bambuszug auf ca. 15 km/h.
Das geniale an diesem System ist folgendes: Wollen sich nun zwei entgegenkommende 'Züge' auf dieser einspurigen Geleise kreuzen, wird der Wagen, der weniger Passagieren befördert eifach schnell aus den Geleisen gehoben!

Unsere Kambodscha's Top 6 (bis jetzt)
1. lachende, grüssende Kinder
2. ein lebendiges Schwein hinten auf einem Scooter gebunden
3. Tempeln von Angkor
4. Die prächtige Natur rundum Battambang
5. Das Chaos von Phnom Penh
6. während einem Sturm 2 Stunden in einem buddhistischen Tempel fest zu sitzen

Aktuell befinden wir uns in Phnom Penh und müssen nun herausfinden, wie wir am Besten nach Vietnam kommen. Fortsetzung folgt...

Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Donnerstag, 8. Juli 2010

Mittwoch, 7. Juli 2010

foto's Brisbane-Sydney

wicked! (de)

Diesen Titel hätten wir eigentlich bereits für die 15 bisherigen Updates aus Australien verwenden können. 'Wicked' wird hier in Downunder nämlich, op passend oder nicht, als positiver Kraftsausdruck gebraucht. Dieses Mal passt dieser Titel allerdings perfekt, denn unsere Reise durch Australien war nicht nur 'wicked', wir haben zudem am letzten Wochenende das gleichgenannte Musical besucht. 'Wicked' ist ein sehr unterhaltsames Musical mit fantastischen Kostümen, einem prächtigen Dekor und war ein schöner Abschluss von unserer Reise durch 'Oz' (das Musical stellt die Vorgeschichte von 'the Wizard of Oz' dar).

28.631 km weiter stellen wir nun unseren letzten Update von / aus Australien ins Netz. In einigen Stunden steigen wir ins Flugzeug für unseren Flug nach Bangkok - am 9. geht's dann gleich weiter nach Hanoi (Vietnam).

Es ist ein komisches Gefühl um Australien (dieses Mal 'wirklich') zu verlassen, aber wir schauen auf eine super Zeit zurück und freuen uns nun auf die neuen Kulturen und Abenteuer in Südostasien.

Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Ps. Ausser einer Fotoshow haben wir dieses Mal auch einen Kurzfilm über unser tägliches Leben 'on the road' zusammen gestellt. Sobald wir dann endlich eine 'wicked' Internetverbindung gefunden haben, werden wir ihn dann auch posten ;-)

Mittwoch, 30. Juni 2010

hit the road jack! (de)

G'day mates!

Etwas früher als von uns gewohnt, haben wir hier einen Extra-Blogeintrag; denn wir haben News: Jack (unser Auto) ist verkauft...


Es ging viel schneller als erwartet: Eigentlich hatten wir für den Verkauf drei bis vier Wochen eingeplant. Doch 20 Stunden nach unserer Ankunft in Sydney hatten wir bereits einen willigen Käufer (inklusive Vertrag und Anzahlung) gefunden!? Dies bedeutet nun allerdings nicht, dass wir früher nach Hause kommen. Also 'hold your horses': die Willkommensparty's könnt ihr noch ausschieben ;-), denn wir gehen noch einige Wochen nach Südostasien.

Heute haben wir Keine lange Epistel für euch, sondern nur etwas im Telegrammstil:

Wer: Wir
Was: Auto schneller verkauft / länger durch SO-Asien reisen
Wo: abhängig von Lust / Laune: Thailand, Vietnam, Laos, Cambodia
Warum: finden wir toll ;-) / reicher Käufer für Jack gefunden
Wann: bis 7. August
Wie: u.a. per Bus, Zug, Boot, Tuktuk, Vespa, Töff, Flugzeug, Taxi

Aber zuerst geniessen wir noch ein paar Tage in Sydney. Wir wohnen sogar wieder im selben Zimmer (mit Aussicht auf Harbourbridge und Operahouse, ausserdem inkl TV: unsere WM-Probleme sind damit für den Moment gelöst). Also alles top!

Ein ausführlicher Bericht folgt bald.
Bis dann!

Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Montag, 21. Juni 2010

foto's Atherton-Brisbane

socceroos (de)

So, da sind wir wieder!

Inzwischen sind wir an der Ostküste angekommen und sogar schon 'fast' in Sydney (noch 500km). Von Atherton, wo wir unseren letzten Blogeintrag schrieben, sind wir zuerst schräg hinauf bis zur Küste gefahren und danach langsam wieder via Küsten- und Landstrassen Richtung Norden gebummelt bis zur Grenze von Queensland und New South Wales.

Höhepunkte waren u.a. Cape Tribulation; das grüne Hinterland von Queensland; ein fänomenaler Segel- und Schnorcheltripp bei den Whitsunday Inseln und eine 'Hunde-die-Kälber-durch-einen-vorgegebenen-Parcours-treiben-Show'.
(...und natürlich das Resultat von der Schweiz gegen Spanien ;-)

Unsere grösste Sorge ist momentan, dass wir uns die WM-Spiele anschauen möchten, denn da gibt es nämlich einige störende Faktoren:
a) Die Ozzies interessieren sich kein bisschen für Fussball, und
b) die Spiele finden hier, undank der Zeitverschiebung, zwischen 21:30 und 6:00 Uhr statt.
Dies bedeutet für uns, dass wir
c) nur mit Schwierigkeiten ein Pub finden, das
d) während dieser Zeitspanne überhaupt noch offen ist und
e) Fussball zeigt.
Wenn wir dann nach langem Suchen tatsächlich ein Pub gefunden haben, dass den Punkten d) und e) entspricht, dann sind entweder
f) keine anderen Gäste da, oder
g) ganz viele andere Barbesucher da, die aber völlig andere Sportarten verfolgen.
So sitzen wir dann zuzweit zwischen ca. 100 johlenden und gröhlenden Rugbyfans die mit dem (Rugby-)Wettkampf eifern, der auf den 10 anderen anwesenden Bildschirmen gezeigt wird...
Die Ursache dieses Problems liegt eindeutig bei a), dem Desinteresse der Ozzies für Fussball. Dies ist eigentlich auch irgendwie logisch. Man kann schliesslich nicht viel mehr von einem Volk erwarten, dessen a1) Nationalmannschaft nicht gerade majestätischen Fussball spielt (siehe aktuelle WM-Resultate). Und auch dies ist wiederum begreifbar, wenn man in Betracht zieht, dass man hier in Downunder a2) dem Fussball nicht 'football' sondern 'soccer' sagt und a3) das was sie dann schon 'football' nennen, mehr dem Rugby ähnelt als einem anständigen 'Tschuttmatch'... Phuu, noch alles klar?
Wie auch immer, die Schweiz hat Spanien geschlagen und die Niederlande ist bereits eine Runde weiter, also... who cares? ;-)

Da Bilder oft mehr sagen als Wörter (und wir nur noch knapp Internetminuten haben und ausserdem zu sehr abgelenkt werden durch die Faktoren a) bis g) ;-) lassen wir euch für heute in Ruhe und verweisen auf die Foto's.

Bis zum nächsten Mal...
Hopp Schwizz! / Oranje boven!

Liebe Grüsse
Baschi&Efi

Freitag, 4. Juni 2010

foto's Uluru-Atherton

rock it baby! (de)

Was für die Schweiz das Matterhorn, Uhren und Schokolade oder für Holland Tulpen und Windmühlen sind, das ist der Uluru für Australien: die Ikone von Downunder.
Der Uluru ist eigentlich einen eigenen Blogeintrag wert, denn wie oft man den Stein schon auf Ansichtskarten oder in touristischen Prospekten gesehen hat, in Realität bleibt er enorm imposant. 3.6 km lang und 348 m hoch ragt der 'grösste Kieselstein der Erde' aus der roten Wüste empor, die restlichen 2/3 liegen unter dem Boden.
Neben dem Uluru stehen die Olgas, durch die Aboriginals 'Kata Tjuta' genannt, was soviel bedeutet wie 'many heads'. Zusammen bilden sie einen Nationalpark, der der touristische Anziehungspunkt von OZ ist. Nichts desto trotz ist ein Besuch die Mühe (500 km von Alice Springs / ganze Busladungen voll sogenannten 'Safaritouristen') absolut wert, denn es hat schöne Wanderungen und die Natur ist prächtig. Ausserdem ist dieses Gebiet ein wichtiger Ort für die traditionellen Bewohner, den Aboriginals. Mit etwas Aufwand kann man hier ziemlich viel über ihre Kultur lernen: Informationen über die lokale Geschichte, Kultur und Sprache, das Semi-Interpretieren der Felsmalereien, Buschmedizin und 'bushtucker' (Essen aus dem Busch). Bei diesen letzten 2 war es interessant zu sehen, wie sich die in unseren Augen so kahle und trockene Steppe veränderte in einen 'bushtucker-supermarkt' und einer Apotheke.

Zurück in Alice Springs haben wir ein paar Tage von den prächtigen Gallerien mit Aboriginalkunst genossen und dem bisschen Kultur, das die 'Westlichen' zu bieten haben: Flying Docters und School of Air (hier erhalten Kinder aus dem Outback Fernunterricht via einer Skype-ähnlichen Technologie). Zudem mussten wir unsere Vorräte auffüllen...

... denn von Alice aus planten wir in direkter (diagonalen) Linie nach Cairns zu fahren. Die Route führte via den McDonellranges über den Plenty Highway nach Mt Isa und danach via dem Kennedy Highway nach Cairns. Unter Highway verstehen wir aber normalerweise etwas anderes, denn konkret waren es 1200 km dirtroad, heftige Schotterpisten, manchmal über weiche Schlammbereiche oder dann über schmale Sandwege... auf jeden Fall ist es nicht ganz das, was wir in Europa von einer 'Highway' erwarten!? Aber das war natürlich gerade das coole daran! ;-) Abgesehen von zwei flachen Reifen (wovon einem Platzreifen) und einer angsteinflössenden Beschreibung im Lonely Planet ("please don't drive around here unless you know what you're doing. This is the sort of country where roads disappear, tracks look the same and it's very, very easy to get lost") haben wir diese 7 holpernden Tage prima gemeistert.
Kurzum: es war ein super Adventure! ...nicht dass wir euch neidisch machen wollen oder so, aber wenn man dann abends in 'the-middle-of-nowhere' sitzt, mit rundherum kilometerweit nichts als wilde Natur, dann hängt der Sternenhimmel so tief, dass man das Gefühl hat, man könnte ihn berühren...

Nebenjob:
Wir ähnelten beinahe dem Pannendienst: innert 12 Stunden mussten wir nämlich zuerst einem Automechaniker mit Material aushelfen, damit er seinen flachen Reifen auswechseln konnte. Danach halfen wir einem Roadtrain (3 Anhänger, ca. 50 Meter lang) mit dem überbrücken seiner flacher Batterie, weil er am Morgen nicht mehr starten konnte. Was für ein Bild, unser kleiner Jack der dem grossen Truck zu Hilfe eilt.
Für einen seriösen Karrierewechsel wird es aber wohl noch nicht reichen, dafür haben wir selber noch zu viele Reifenpannen... ;-)

Jetzt sind wir in Atherton, ca. 100 km vor Cairns. Zeit für einen grossen Putz um all den Staub wieder los zu werden im Auto, Kleider und uns selber. Denn alles, aber wirklich alles ist rot eingefärbt...

Bis zum nächsten Mal!
Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Donnerstag, 27. Mai 2010

foto's Darwin-Alice Springs

we of the never never (de)

Wo sind wir stehen geblieben? O ja, im tropischen Darwin. Pfff, im Norden kann es ja unglaublich (feucht-) warm sein!? Eigentlich eifach zu warm, aber angesichts unserer Situation, dürfen wir an dieser Stelle ja nicht klagen, deshalb belassen wir es bei 'warm'. Der Vorteil dieser Wärme war sicherlich, dass die 'beer o'clock Bierchen' umso besser schmeckten. Der Nachteil war aber, dass wir wegen dieser drückenden Wärme über mehrere Tage hinweg kaum schlafen konnten - aber das fällt dann wieder unter die Kategorie die wir nicht erwähnen sollten... ;-)

Darwin ist ein gemütliches Städtchen mit prächtigen Stränden, bei denen man allerdings wegen den gefährlichen Quallen und Salties (Salzwasserkrokodile) nicht schwimmen darf. Darwin hat aber glücklicherweise noch mehr zu bieten: schöne Galerien, gemütliche (Nacht-)Märkte, ein lebendiges Zentrum und... ein Open-Air-Kino. Auf einem Strandsessel zwischen Palmen und unter einem prächtigen Sternenhimmel einen Kinofilm zu schauen ist doch reizvoll. (Kinotipp: "Laskar Pelangi": Rainbow Warriors)

Hier noch die Höhepunkte der letzten zwei Wochen:
- Kakadu NP
Ein wunderschöner Park mit schönen Wandmalereien, Wasserfällen und Landschaften. Vorallem die 'Wetlands' waren sehr eindrücklich - die Mückenplage allerdings auch. Dies war dann auch der Grund, dass wir hier nur zwei Tage geblieben sind.
- Mataranka
Dieses kleine Dorf wurde bekannt durch das Buch von Jeannie Gunn (siehe unten), aber wird heute vorallem wegen der thermalen Quelle besucht, die inmitten von Palmen idyllisch aus dem Boden hervor quillt.
- Daily Waters
Das Daily Waters Pub 'has to be seen to believed'. In dem ältesten Pub von Northern Territory sind die Wände tapeziert mit ausländischen Währungen, T-Shirts, Fussballbildchen, Werkzeuge, Unterwäsche... so ungefähr mit allem ausser normalen Tapetten. Wenn dann noch Frank, der Eigentümer, auf seiner Gitarre zu spielen beginnt (mit einige Hühner auf seinem Kopf), geht die Party erst richtig ab!
- Devil's Marbles
Gigantische rote Murmeln die in der Landschaft liegen und gemäss Wissenschaftlern die runden Überbleibsel von erodiertem Lava sind. Wie auch immer - eindrücklich ist es!

Inzwischen sind wir schon in Alice Springs. Ein blühendes Outbackstädtchen umgeben von endlosen Flächen rotem Staubes und rauhen Ranges.
Es ist hier Winter: Tagsüber steigt die Temperatur zwar noch so auf 25°, aber in der Nacht kühlt es bis auf 5° ab: Nach 6 Wochen schwitzen ist es also wieder an der Zeit für lange Hosen und einem Pullover: Herrlich! :-)

Übrigens, wusstest du, dass...
... sogar nach Gebrauch von Antibrumm, dem Aufhängen des Moskitonetzes und dem Nichtbrauch von Licht / Lampen im Dunkeln es trotzdem tausende (!) Mücken in unser Auto schafften?
... es Tage brauchte, bis diese lästigen Viecher wieder alle aus dem Auto waren?
... 1908 Jeannie Gunn in dem Roman 'we of the never never' über ihr Leben als eine Pionierfrau auf der Elsey Station schrieb und seither 'never never land' als Übername für Northern Territory verwendet wird?
... ein grosser Teil der Einwohner von Alice Springs für die CIA arbeitet? Seit 1966 steht nämlich einige Kilometer von Alice entfernt eine geheimnissvolle Satelitten(überwachungs)-Station.

So, das war's mal wieder für den Moment. Bis bald!

Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Sonntag, 16. Mai 2010

foto's North(-West) Australia

hot crocs (de)

Ciao a tutti!

Die vergangenen 2 Wochen sind wieder mal wie im Flug vergangen. Australien's Natur ist einfach rauh, besonders und fantastisch schön - schön, schöner, am Schönsten quasi. Bei der Beschreibung des Nordens reichen diese Superlativen jedoch nicht mehr aus, denn der Nord(-westen) Australiens ist einfach grandios!

Broome
Unser Timing war wieder einmal super, denn wir waren genau zur richtigen Zeit in Broome für den 'staircase to the moon'. Vom März bis November wird, in Kombination mit Vollmond und extrem tiefem Wasserstand, der Mond auf dem Boden von Broome's Roebuck Bay wiederspiegelt. Dies ergibt dann bei Mondaufgang die optische Illusion von einer goldenen 'Treppe' zum Mond. Beeindruckend schön, allerdings schwierig um dieses Phänomen auf unserer Kamera festzuhalten.

Kimberleys / Gibb River Road
Die Kimberley ist eine der sensationellsten Landschaften Australiens. Der einzige Weg durch sie hindurch, ist die holpernde Gibb River Road: eine 660 km lange Schotterpiste zwischen Broome an der Westküste und Kununurra an der Ostgrenze von Western Australia.
Die Gibb River Road ist eine ultimative 4wd Strecke durch das Kimberley Outback und ist nur befahrbar zwischen April bis September. 'A bit too early...' haben wir in den vergangenen Wochen manchmal gehört, also befürchteten wir bereits, dass dies auch für die Gibb River Road gilt... Aber wir hatten Glück, der Weg war seit ca. einer Woche geöffnet! Dies bedeutete für uns vier Tage lang Staub schlucken, durch die prächtigen Kimberley's cruisen, und dem Durchqueren von Schlamm, Bächen und Flüssen. Super Adventure, zumal bei bei den grössten Wasserdurchquerungen jeweils die Spannung stieg, da die Wassertiefe oft schlecht einzuschätzen war und die anwesenden Krokodile die Situation auch nicht wirklich erleichterten...

National Parcs
Sieben Nationalparks lagen auf unserer Route zwischen Broome und Darwin (u.a. Nitmiluk, Litchfield): Grüne, tropische Wälder mit vielen prächtigen Wasserfällen und herrlichen Wasserlöchern / Billabongs. Der tropische Norden ist jedoch auch Krokodillenland, schwimmen war also nicht immer möglich.

Geplant war eigentlich anschliessend noch der Kakadu NP zu erkunden. Nach unserer Euphorie über die geöffnete Gibb River Road schien es allerdings, dass wir für diverse Wege im Norden so kurz nach der Regensaison doch 'a bit too early' sind - ein grosser Teil des Kakadu NP ist noch geschlossen. Darum haben wir beschlossen zuerst ein paar Tage nach Darwin zu gehen. Ein gemütliches tropisches Städtchen - mehr darüber folgt dann aber im nächsten Update.


Liebe Grüsse
Baschi & Efi

Montag, 3. Mai 2010

foto's Carnarvon-PortHedland

meet the neighbours... (de)

'Grey Nomads' nennt man sie: Pensionierte Aussies die Haus und Hof zurücklassen und mit dem Camper oder Wohnwagen Nomaden in eigenem Land werden. Manche für ein paar Monate, andere für den Rest ihres Lebens oder wenigstens solange es die Gesundheit zulässt. Die meisten agieren wie Zugvögel und reisen den idealen Temperaturen hinterher: Im Sommer sind sie im Süden, in den Wintermonaten im Norden. Da viele in einem ähnlichen Tempo reisen und sich deshalb immer wieder begegnen, werden die anderen 'Grey Nomads' zu einem Familienersatz. 80 % von diesen reisenden Senioren sind mit Topmaterial ausgerüstet: super Camper / Wohnwagen mit allen Ausstattungen, grosse Wassertanks, Solarzellen, gute Stromgeneratoren (über die wir wegen dem monotonem Gebrumm weniger begeistert sind) und natürlich die lebenswichtige Satelittenschüssel damit die täglichen Football-Berichte im TV nicht verpasst werden müssen. Hier paar Beispiele:
Bill & Helen: Sind seit 2.5 Jahre unterwegs, aber erst knapp 4000 km weiter. Sie waren unsere Nachbarn auf einem trostlosem 24h-Rastplatz, wo sie bereits seit 5 Tagen standen... kein Wunder kommen sie nicht schneller vorwärts!?
Ray & Marie: Ein Powerpäärchen, beide 82 Jahre alt und seit 26 (!) Jahren on the Road. Da der Boden von ihrem Wohnwagen einen Schaden hat, fahren sie nun nach Hause um diesen zu reparieren und danach den Wohnwagen zu verkaufen - Ray ist bereits auf der Suche nach einem neuen Camper. Was für ein Optimist!
Geoff & Ann: Diese coole Grosseltern sind bereits 7 Jahre unterwegs. Via Skype halten sie Kontakt mit ihren Kindern. Zweimal im Jahr fliegen sie für einige Wochen nach 'Hause', während den Schulferien kommen die (Gross-)Kinder bei ihnen in den Camper zu Besuch.

Zurück zu unserer Roadtrip: Es ist glühend heiss hier im Westen, somit ist es eigentlich ein Wunder, dass bei uns noch keine Schuppen und Finnen gewachsen sind, da wir die vergangenen Tage fast mehr Zeit im Wasser als auf Land verbracht haben. Zuerst in Coral Bay und danach im Cape Range National Parc, wo die Besonderheit vorallem unter Wasser zu finden ist. Das Nigalooreef ist bekannt für die besondere Wassertierwelt und den 200 verschiedenen Korallenarten - der kleine Bruder des Great Barrier Reef sozusagen, jedoch viel zugänglicher da es teilweise nur 100 Meter von der Küste ebtfernt liegt. Während einigen Schnorchelexpeditionen und einem Bootstripp haben wir (während den 3 Tagen, die wir hier verbrachten) die komplette Filmbesetzung von 'Finding Nemo' gesehen: Aquariumfische in allen Farben des Regenbogens, Schildkröten, grosse Stachelrochen, Oktopusse, Haie... Du kannst dir ja selber ausmalen, wei geil das ist... ;-)

Von der Küste sind wir landeinwärts Richtung Karijini National Parc gefahren. Mitten in einem riesigen Abbaugebiet für Eisenerz liegt dort in einer Schlucht eine grüne Oase. Rote Felswände in bizzaren Formen, eine saftig grüne Pflanzenwelt, kühle blaue Wasserfälle und herrlich klare natürliche Wasserbecken zum Schwimmen. Gut auszuhalten also... ;-)

Seit gut einer Woche habben wir 2 Travelbuddies: Nachdem wir uns 5 Tage auf jedem Schlafplatz und Tankstelle
zufällig begegnet sind, haben wir beschlossen eine Weile gemeinsam weiterzureisen - was sehr gemütlich ist! Ralf und Nastasia sind 'läässi Lüt' aus St.Gallen, in unserem Alter und ebenfalls für einige Monate mit ihrem Camper in Australien unterwegs.

Wir hoffen, dass es mit euch allen gut geht?

Liebe Grüsse aus Broome
Baschi & Efi